Kieferorthopädie FAQ - Häufig gestellte Fragen

Kieferorthopädie ist eine Fachrichtung der Zahnheilkunde, die sich mit dem Erkennen, Verhüten und Behandeln von Zahn- und Kieferfehlstellungen beschäftigt.

Entsprechend einer Empfehlung der Amerikanische Gesellschaft für Kieferorthopädie sollten Kinder im Alter von ungefähr sieben Jahren das erste Mal einem Kieferorthopäden vorgestellt werden, wenn Sie nicht vorher vom Kinderarzt, Hauszahnart oder Schulzahnarzt auf eine Fehlstellung aufmerksam gemacht worden sind.

Nein, es ist nicht notwendig, dass alle bleibenden Zähne bereits durchgebrochen sind, auch wenn das leider eine weit verbreitete Meinung ist.

Der günstigste Zeitpunkt für eine kieferorthopädische Korrektur bei Kindern liegt normalerweise zwischen dem achten und dem zwölften Lebensjahr, abhängig vom Zahnalter und vom Zahnwechsel.

Nur bei sehr ausgeprägten Kieferfehlstellungen oder zur Kontrolle von „Habits“ ist eine Behandlung bereits im Milchgebiss sinnvoll.

Stehen die Zähne eng, entstehen Schmutznischen, die schwer zu reinigen sind, so dass das Risiko für Karies und Zahnfleischentzündungen erhöht ist.

Passen die Zähne nicht richtig aufeinander, ist das Abbeißen erschwert und die Kaufunktion gestört. Eine ungleichmäßige Belastung der Zähne führt zu verstärktem Abrieb einzelner Zähne, zu Zahnbetterkrankungen, Zahnkippungen und trägt bei zu Kiefergelenksschmerzen, Tinnitus oder Migräne.

Herausnehmbare und Festsitzende Spangen haben unterschiedliche Aufgaben und können sich nur selten gegenseitig ersetzen. Jeder Spangentyp hat seinen speziellen Einsatzbereich.

Eine kieferorthopädische Behandlung kann lebenslang und in jedem Alter erfolgen, vorausgesetzt die Zähne, der Zahnhalteapparat, der Kieferknochen und die Wurzeln sind gesund und entzündungsfrei.

Der erste Beratungstermin bei Kindern und Jugendlichen wird bis zum Alter von 18 Jahren von den Krankenkassen übernommen, unabhängig davon, ob man gesetzlich oder privat versichert ist.

Am 01. Januar 1993 wurde eine Altersgrenze für die kieferorthopädische Behandlung eingeführt. Ab dem 18. Lebensjahr sind kieferorthopädische Maßnahmen eine private Leistung und dürfen nicht mehr zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet werden. Die einzige Ausnahme sind ausgeprägte Kieferfehlstellungen, deren Korrektur ein kombiniert kieferorthopädisch-kieferchirurgisches Vorgehen erfordern.

Das ist bei jedem Patienten unterschiedlich und hängt ab von der Fehlstellung der Zähne und des Kiefers sowie dem Alter des Patienten.

Bei kieferorthopädischen Behandlungen werden Zähne verschoben und diese Verschiebung soll so sanft und schonend wie möglich sein. Sanft können diese Korrekturen jedoch nur sein, wenn man ihnen Zeit lässt, damit der Körper diese Korrekturen akzeptieren und in sein Wachstumsprogramm integrieren kann.

Die Brackets und Bänder der festsitzenden Zahnspangen werden mit einer feinen, speziellen Klebeschicht an den Zähnen abgebracht.

Das Anbringen einer festsitzenden Zahnspange ist nicht schmerzhaft. Nach fünf bis sechs Stunden werden die Zähne jedoch druckempfindlich und es entsteht eine leichte Spannung, die ein bis drei Tage andauern kann.

Die Zahnspange verursacht keine Schäden an den Zahnflächen. Weiße Flecken, Entkalkungen oder Karies entstehen nur bei mangelhafter Zahnpflege. Man kann Entkalkungen der Zähne zusätzlich vorbeugen, indem man das Bracketumfeld mit einem fluoridhaltigen Schutzlack schützt. Der Schutzlack ersetzt aber die regelmäßige Zahnpflege nicht.

Man sollte harte, knackige, knusprige Dinge meiden wie z.B. Mandeln, Nüsse, harte Brotrinde. Harte Äpfel und Karotten in kleine Stücke oder Scheiben schneiden und auf klebrige Süßigkeiten wie Karamellbbonbons und Kaugummi verzichten.

Bei einer Behandlung mit herausnehmbaren Geräten muss die Spange alle 5-7 Wochen kontrolliert werden, bei einer Behandlung mit einer festsitzenden Zahnspange alle 4-5 Wochen.

Die festsitzende Zahnspange arbeitet rund um die Uhr kontinuierlich mit sanften Kräften. Diese Kräfte müssen aber während der gesamten Behandlung gesteuert werden, damit keine ungewollten Bewegungen geschehen.

Nach der Ausrichtung der Zähne mit einer festsitzenden Zahnspange versuchen die Zähne, sich wieder in ihre alte Position zurück zu bewegen. Das liegt daran, das die Zähne mit Hilfe von Fasern im knöchernen Zahnfach aufgehängt sind und diese Fasern ein sehr gutes Erinnerungsvermögen haben und einige Zeit brauchen, um sich an die neue Zahnstellung zu gewöhnen. Daher ist es sehr wichtig, dass die Zähne stabilisiert werden mit einem sogenannten „Retainer“, einer „Haltespange“.

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